Warum Klinker überhaupt verputzen?
Bei vielen älteren Häusern ist die Fassade aus Klinkern gemacht. Diese Klinker sind sehr robust und langlebig. Mit der Zeit kann es jedoch sein, dass sie unansehnlich oder beschädigt werden. Einige Menschen mögen die Optik von Klinker nicht, andere wünschen sich eine modernere Fassade. Klinker verputzen bringt nicht nur ein neues Aussehen, sondern hilft auch, Risse und Unebenheiten zu verstecken. Die neue Putzschicht schützt außerdem besser vor Regen, Frost und Schmutz. Besonders bei Renovierungen bietet das Verputzen von Klinkern eine sinnvolle Möglichkeit, ein Haus zu verschönern und zu schützen.
Wichtige Vorbereitungen und Materialien
Bevor man mit dem Verputzen beginnt, muss die Klinkerwand gründlich gereinigt werden. Algen, Moos oder alte Farbreste sollten entfernt sein, damit der Putz gut haftet. Lose Fugen oder bröckelnde Steine müssen repariert werden. Für das Klinker verputzen wird spezieller Putz eingesetzt, der auf mineralische Untergründe ausgelegt ist. Meistens wählt man einen sogenannten Haftputz oder Vorspritzmörtel als erste Schicht. Danach folgen ein Grundputz und die eigentliche Putzschicht als Oberfläche. Man braucht auch geeignete Werkzeuge, zum Beispiel Kellen, Reibebrett und eventuell Armierungsgewebe, das für mehr Festigkeit sorgt.
So gelingt das Verputzen von Klinkern Schritt für Schritt
- Zuerst wird der Haftputz dünn auf die saubere Mauer aufgetragen, damit der restliche Putz später gut hält.
- Ist diese Schicht trocken, kommt der Grundputz, der Rillen oder Höhenunterschiede ausgleicht.
- Je nach Zustand der Wand ist ein Verstärkungsgewebe ratsam, das Risse verhindert.
- Nachdem der Grundputz abgebunden hat, wird die endgültige Putzschicht aufgetragen.
- Diese sollte gleichmäßig und in der gewünschten Struktur bearbeitet werden.
- Besonders wichtig ist Geduld beim Trocknen: Vor dem weiteren Streichen oder Gestalten sollte der neue Putz ganz trocken sein, um Schäden zu verhindern.
Vorteile und Möglichkeiten nach dem Verputzen
Das Klinker verputzen bietet verschiedene Vorteile. Die Wand bekommt ein neues, sauberes Aussehen und lässt sich individuell gestalten. Verschiedene Putzarten und Farben stehen zur Auswahl, sodass jeder Stil möglich ist. Der zusätzliche Schutz vor Wind, Regen und äußeren Einflüssen macht die Wand langlebig und sicher. Auch der Werterhalt des Hauses kann steigen, denn eine renovierte Fassade wirkt gepflegt und modern. Wer den Putz kreativ gestalten möchte, kann ihn später streichen oder mit feinen Strukturen versehen. So wird aus einer alten, grauen Wand ein schöner Blickfang.
Häufig gestellte Fragen zum Klinker verputzen
Was ist beim Verputzen von Klinkern besonders zu beachten? Beim Verputzen von Klinkern ist eine saubere und tragfähige Wand wichtig. Lose Stellen sollen entfernt, Fugen repariert und die Oberfläche staubfrei sein, bevor der Putz aufgebracht wird. Die richtige Putzart und das Beachten der Trocknungszeiten sorgen für ein gutes Ergebnis.
Kann man neue Putzschichten einfach auf alten Klinker auftragen? Das direkte Auftragen von Putz auf alten Klinker ist möglich, wenn vorher ein spezieller Haftputz verwendet wird. So haftet der Putz besser und es entstehen weniger Risse.
Müssen alte Klinkerwände immer komplett verputzt werden? Alte Klinkerwände müssen nicht immer ganz verputzt werden, manchmal reicht eine Sanierung von schadhaften Stellen. Oft wird das komplette Verputzen gewählt, wenn die gesamte Optik verändert werden soll.
Wie viel kostet es, Klinker zu verputzen? Die Kosten für das Verputzen von Klinkern richten sich nach der Größe der Wand, dem Zustand, dem Materialaufwand und der Arbeitszeit. Im Durchschnitt liegen die Preise zwischen zwanzig und sechzig Euro pro Quadratmeter, je nach Aufwand und gewähltem Putz.
Wie lange dauert das Trocknen nach dem Klinker verputzen? Die Trockenzeit nach dem Verputzen von Klinkern hängt von der jeweiligen Putzart, der Schichtdicke und dem Wetter ab. Meist dauert es mehrere Tage, bis der Putz durchgetrocknet ist. Erst dann sollte ein Anstrich oder weitere Bearbeitung erfolgen.
